August 2011: Rückstausicherungen

Viele Abwassersysteme sind auch „nur“ auf durchschnittliche Regenwassermengen ausgelegt. Doch wir leben in Zeiten des Klimawandels – sintflutartige Regenfälle häufen sich und haben das Zeug dazu, Keller, Garagen und tieferliegende Gebäudeteile zu überschwemmen.

Weitere Ursachen für Rückstau können Kanalverstopfung, Querschnittsverengung, defekte Pumpwerke oder verstärkter Abwasserzufluss sein.

Ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 2004 besagt klipp und klar, das Rückstauschutz Privatsache ist. Die Verantwortung liegt also beim Hausbesitzer, Bauherren oder Altbausanierer.

In der Gebäude- und Hausratversicherung ist der Rückstauschutz nicht automatische enthalten sondern muss extra mit eingeschlossen werden. Hier ist unbedingt auf die Vertragsklauseln zu achten.

Ein Schadensersatzanspruch entfällt, wenn die Rückstausicherung fehlt oder eine Vorhandene defekt bzw. nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Um dem vorzubeugen, ist eine regelmäßige Wartung empfehlenswert:

- Rückstauverschlüsse für fäkalienfreies Abwasser nach DIN 13564, 1 Teil sollen zweimal im Jahr durch einen Fachkundigen gewartet werden (gem. DIN EN 13564, Teil 2).

- Rückstauverschlüsse für fäkalienhaltiges Abwasser nach DIN 13564, 1 Teil müssen durch einen Fachbetrieb mind. zweimal im Jahr gewartet werden (gem. DIN EN 13564, Teil 2).

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an!